Stilkunde-Exkursion vor Praxis-Workshop in Gelsenkirchen
Taiwanesische Florist*innen repräsentieren die junge Generation
(FDF/7.4.2025) Sträuße, vegetative Gestaltungen und florale Interpretationen von Jugendstil-Motiven - das sind die Themen eines Themen-Seminars für Florist*innen aus Taiwan, das Anfang April (7.4.-18.4.2025) im FloristPark International gestartet ist.
Nach ihrer Ankunft in Frankfurt am 6. April haben die 16 Workshop-Teilnehmer*innen zunächst eine Stilkunde-Exkursion gemacht und das Hundertwasser-Haus und die Mathilden-Höhe in Darmstadt besucht. Das Ensemble ist UNESCO-Welterbe und gilt als Zentrum des Darmstädter Jugendstils.
Naturhafte Sträuße waren die erste Praxiseinheit im internationalen Fach-Seminar der Florist*innen aus Taiwan.
Fachreferent Uli Klein leitete die Stilkunde und unterrichtet die Gruppe in Gelsenkirchen. Auch der Kontakt zum Projekt-Partner Min-Jung Lu kam über ihn zustande. Der Florist hatte vor über 25 Jahren an Seminaren von Ulrich Klein teilgenommen und leitet heute eine private Schule und ein Floristik-Studio in Taiwan. „Wir haben es hier mit einer neuen Generation junger Taiwanesen zu tun, die interessiert an Kultur, Kunst und floralem Handwerk sind. Insbesondere das deutsche Blumen-Handwerk und florale Gestaltungen möchten diese jungen Floristinnen und Floristen erlernen“, beschreibt Ulrich Klein die Gruppe. Dabei sind die Seminar-Teilnehmer*innen sehr unterschiedlich motiviert. Einige sind Floristen und führen Blumengeschäfte, andere suchen blumig-dekorative Inspirationen für ein Kaffeehaus, das sie in Taiwan leiten, wieder andere studieren Design oder arbeiten im Bereich Lifestyle und Fashion.










Blumen, insbesondere rote Nelken, sind das historische florale Symbol für den Frauentag. Denn als beim ersten Internationalen Frauentag im Jahr 1911 Frauen für ihr Wahlreicht auf die Straße gingen, steckte bei vielen Demonstrantinnen eine rote Nelke am Revers. Die Blume galt den Mitstreiterinnen als Erkennungszeichen und Zeichen der Verbundenheit.
